Zebrameise erklärt Social Media

Was ist Pinterest und wie funktioniert es?

Es ist eines der am stärksten wachsenden Sozialen Netzwerke und insbesondere bei Frauen enorm beliebt. Der Dienst hat bereits 70 Millionen Mitglieder und ist vorallem in den USA bereits fest etabliert. Doch auch in Europa nimmt die Fangemeinde rapide zu. Wir erklären euch was hinter Pinterest steckt und wie es im Alltag zum praktischen Helfer werden kann.

Was ist Pinterest?

Der Name Pinterest setzt sich aus den beiden Begriffen "Pin" und "Interest" zusammen und beschreibt sich so eigentlich schon ziemlich präzise. Doch was muss man sich darunter vorstellen? Am besten lässt sich das mit einem kleinen Beispiel erklären. Wer sich beispielsweise den Traum eines Eigenheims realisieren und sich im Vorfeld entsprechend inspirieren will, ist bei Pinterest genau richtig.

Wie funktioniert es?

Pinterest ist, ähnlich wie Twitter, ein offenes Netzwerk. Anders als bei Facebook, bei denen man Freunde einlädt und dann einschränkt, wer was sehen darf, ist Pinterest grundsätzlich offen für alle. Jeder kann jedem folgen und alle Pins sind öffentlich. Hier steht nicht die Beziehung zwischen Menschen im Vordergrund, sondern gemeinsame Interessen. So kann man Menschen finden, die nicht nur die gleichen Interessen, sondern die auch einen ähnlichen Geschmack haben. Dadurch lässt man andere für sich tolle neue Inspirationen finden und umgekehrt.

Pinterest Jargon / Glossar

  • Pins (Stecknadeln) – Pins sind Bilder, die aus dem Web zu Pinterest hinzugefügt wurden oder die man vom PC aus auf Pinterest hochlädt.
  • Pinner – Pinterest-Benutzer werden als Pinner bezeichnet.
  • Pinnwände – Pinnwände sind Sammlungen von Pins. Genau wie bei einem Anschlagbrett zuhause oder im Büro, kann es sehr viele Stecknadeln/Pins drauf haben. Boards sortiert man in Themen oder Kategorien wie Architektur, Autos, Hochzeiten, Interieurs oder Marken.
  • Weiterpinnen – Auf Pinterest etwas weiterpinnen heisst, einen Pin eines anderen Pinners mittels dem "Pin it"-Button auf eine eigene Pinnwand zu kopieren. So kann man beispielsweise eine schöne Pflanze von einer fremden Pinnand mit dem Namen "Pflanzen" auf die eigene Pinnwand mit dem Namen "Für meinen Garten" weiterpinnen.
  • Gefällt mir – Es gibt - ähnlich wie bei Facebook - auch die Möglichkeit einen Pin mit "Gefällt mir" zu markieren. Wenn man bei einem Pin das Herzsymbol drückt, wird das Bild zum "Gefällt mir" Abschnitt im Profil hinzugefügt, ist aber auf keiner der eigenen Pinnwände mit drauf und wird dadurch auch nicht geteilt.
  • Einem Pinner folgen - Auf dem Profil eines Pinners kann man entweder, durch Klicken des "Folgen"-Button am unteren Rand einer Pinnwand,  einzelnen Pinnwänden folgen oder gleich allen Pinnwänden, durch Klicken des "Allen folgen"-Buttons unterhalb des Profilbilds.
  • Einen Pinner erwähnen - Genau wie bei Twitter und Facebook, kann man andere Pinterest-Nutzer im Kommentarfeld der einzelnen Pins erwähnen, indem man das @-Symbol und den Benutzernamen des Pinners nutz, den man erwähnen möchte. Der entsprechende Pinner erhält daraufhin eine Benachrichtigung, dass er erwähnt worden ist.
  • Eine Geheime Pinwand erstellen - Grundsätzlich ist Pinterest komplett öffentlich. Denn der Grundgedanke von Pinterest ist der Austausch von Ideen und Inspirationen. Trotzdem gibt es natürlich auch hier die Möglichkeit - beispielsweise für Familienfotos - Pinnwände für die Öffentlichkeit unsichtbar zu machen, indem man beim erstellen einer Pinnwand die Option "Geheim" von "nein" auf "ja" umstellt. Es sind aktuell maximal drei Geheime Pinnwände pro Benutzer erlaubt.

Wie steigt man bei Pinterest ein?

Die Anmeldung ist eine kurze Sache. Wer will, kann sich sogar über seinen bestehenden Facebook Account registrieren. Sobald man sich registriert hat, werden einem diverse Interessens-Kategorien vorgeschlagen. In unserem Fall könnten die Kategorien Architektur, Dekoration oder Design von Interesse sein. Klickt man auf eine dieser Kategorien werden einem diverse Fotos von anderen Nutzern, Pinner genannt, vorgeschlagen. Gefällt einem ein Bild, kann man es entweder mit einem Herz-Symbol "liken", per E-Mail oder Facebook versenden oder man kann es auf eine eigene "Pinnwand" weiterpinnen. Für letztere Variante klickt man auf den "Pin It" Button. Wenn man noch keine Pinnwand eingerichtet hat, wird man dazu aufgefordert einen Namen für die erste Pinnwand einzugeben. Hat man beispielsweise ein tolles Sofa gefunden, könnte man eine Pinnwand mit dem Titel "Sofas", "Wohnzimmer", "Wohnzimmermöbel" oder ganz allgemein "Möbel" erstellen. Man ist dabei komplett frei und kann es sich - genau wie beim Einzug in eine neue Wohnung - so einrichten, wie es einem am gemütlichsten erscheint. Auch auf Pinterest soll man sich wohlfühlen. In unserem Beispiel könnten wir beispielsweise folgende Pinnwände erstellen: "Häuser", "Küchen", "Badezimmer", "Schlafzimmer", "Kinderzimmer", "Innendekoration", "Aussendekoration" etc.

Das geht mit einer unbegrenzten Anzahl an Pinnwänden und lässt sich auf alle möglichen Themengebiete wie "Motorräder", "Lieblingsfilme", "Beste Clubs", "Modetrends" oder wonach einem halt gerade der Sinn steht, anwenden.

Wenn man ein oder zwei Pinnwände erstellt hat, sollte man sich umschauen, ob es vielleicht schon Pinner unter den Freunden und Bekannten gibt. Bei den Einstellungen gibt es die Möglichkeit andere Services wie Facebook oder Twitter mit Pinterest zu verbinden, so werden einem dann alle (bei Facebook, respektive Twitter) verknüpften Pinner angezeigt. Dasselbe funktioniert natürlich auch mit dem Zugriff auf die E-Mail Kontakte.

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