Ein Hausmittel für viele Anwendungen

Teebaumöl als Hausmittel

Anwender von Teebaumöl wissen nach der ersten Benutzung meist zwei Dinge zu berichten: sie sprechen über den – zugegebenermaßen – markanten Duft des ätherischen Öls und über die exzellente, verblüffende Wirksamkeit. Teebaumöl als Hausmittel wird zurecht als „kleinste Apotheke der Welt“ bezeichnet.

Die Blätter des australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) dienen den Ureinwohnern Australiens seit Jahrtausenden als wirksames Mittel gegen allerlei Beschwerden. Der Siegeszug des ätherischen Öl in Richtung Europa begann endgültig im Jahre 1920, als die erste klinische Studie zur Wirksamkeit von Teebaumöl durch den australischen Chemiker Dr. R.A.Penefold erstellt und veröffentlicht wurde.

 

Teebaumöl wird per Wasserdampfdestillation aus den Blättern des Teebaums gewonnen. Aus rund einer Tonne Blätter des Baumes entstehen nach der Destillation rund 10 Liter Teebaumöl.

 

Welches sind die wichtigsten Anwendungsgebiete von Teebaumöl?

 

Teebaumöl hat eine nachweislich heilsame Wirkung diverser Beschwerdebilder. Es wirkt antiseptisch, antiviral und fungizid, diese Eigenschaften lassen sich im Kampf gegen Akne, Pickel, Warzen oder Pilzerkrankungen wunderbar als Waffen einsetzen.

Teebaumöl wirkt antibakteriell, indem es das Wachstum schädlicher Keime hemmt. Anschließend fördern die Inhaltsstoffe des ätherischen Öls die Zellerneuerung, es wirkt also zugleich wundheilungsfördernd. Diese Kombination sorgt für das weite Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten mit Teebaumöl: Nicht nur ein unreines Hautbild kann sich mit der Anwendung von Teebaumöl erheblich verbessern, auch entzündliche Prozesse – etwa Zahnfleischentzündung – kann mit Teebaumöl effektiv zum Abklingen gebracht werden. Teebaumöl wirkt sowohl gegen Beschwerden, die durch Bakterien ausgelöst werden als auch gegen virale Erkrankungen, beispielsweise gegen Warzen oder die berühmte Herpes-Infektion. In klinischen Studien wurde zudem die ausgezeichnete Wirkung bei Pilzerkrankungen wie den hartnäckigen Nagelpilz oder den belastenden Hautpilz nachgewiesen.

 

Die Gründe für die Wirksamkeit von Teebaumöl

 

In Teebaumöl sind rund 30 – 40 Prozent des hochwirksamen Terpinen-4-ol enthalten. Dieser Wirkstoff sorgt für die antibakterielle, antivirale und fungizide Wirksamkeit des ätherischen Öls. Weiter sind im Teebaumöl noch Pinen enthalten, eine antimikrobielle Substanz, die dafür sorgt, dass die Wirkstoffe tief in das erkrankte Gewebe eindringen können. Nur so kann sich die Zellstruktur von geschädigtem Gewebe von innen her erneuern.

Zudem sind im Teebaumöl noch Monoterpene enthalten. Diese ermöglichen die Regenration der Zellen. Und die Monoterpene sind es auch, die eventuell für eine allergische Reaktion sorgen können, wenn das Teebaumöl pur angewandt wird. Das lässt sich jedoch leicht umgehen, indem das Teebaumöl mit einer anderen Substanz oder mit klarem Wasser verdünnt wird. Teebaumöl wirkt beispielsweise gegen Hautpilz, indem einem Vollbad einige Tropfen Teebaumöl zugegen werden. Das Spektrum an Wirksamkeit ist so stark, dass eine unverdünnte Anwendung nur in Einzelfällen – etwa beim Betupfen einzelner Pickel – erfolgen sollte. Bei Nagelbettentzündungen oder einem Nagelpilz reicht es vollkommen aus, wenn dem Hand- oder Fußbad einige Tropfen Teebaumöl zugesetzt werden. Bei solch einer ausgezeichneten Wirksamkeit lässt sich der „Duft“ wunderbar ertragen, zumal es genügend Anwender gibt, die dem Geruch sogar etwas abgewinnen können