Wandertipp

Rigi Hochflue und von da zur Kleinen Scheidegg

Die Pyramide der Hochflue ist die einzige Spitze der drei Rigi-Gipfel, die ohne Seilbahn erreicht wird. Gleichzeitig ist er auch der alpinste. Die Wanderung lohnt sich auch mit Hunden, auch wenn man dafür den Gipfel kurzzeitig umgehen muss. Aber alles der Reihe nach.

Wer mit dem Auto anreist, kann bis zur Seilbahn Gschänd fahren und dort parkieren. Für fünf Franken lässt man dort das Auto den ganzen Tag stehen. Jetzt nur nicht gleich in die Bahn springen, denn diese führt direkt hinauf zur kleinen Scheidegg und die möchten wir zu Fuss erreichen. Also Auto abstellen, Schuhe schnüren und dann Abmarsch die Strasse hoch, dem Wegweiser „Zilistock“ folgend.

Bald schon verlässt man die Strasse und das Gelände wird allmählich steiler. Über saftige Wiesen geht’s weiter hoch, bis man schliesslich den Wald durchquert und das Grathüttli auf 1303 m ü. M. erreicht. Hier am Rand der Klippe biet sich einem schon der erste wahnsinnig schöne Ausblick runter auf den Vierwaldstättersee und Gersau.

Kurz durchlüften, trinken, verschnaufen und weiter geht's

Jetzt ein letztes kurzes Waldstück noch und schon erreicht man das offene Feld hoch zum Ochsenalp.

Auf der schön gelegen Alp umquert man schliesslich den Stall und wandert weiter zur Alp Zilistock. Wenn der Boden auf der Ochsenalp aber nass und schwer ist, könnte das den einen oder die andere etwas in Bedrängnis bringen. Die Ochsenalp wird von Kühen „besiedelt“ entsprechend tief ist der Boden, so dass die Wanderung so richtig anspruchsvoll und "ochsig" werden kann.

Nasser schwerer Boden macht Wanderung über Ochsenalp anspruchsvoll

Ab Ochsenalp sucht man sich den Weg hinauf zur Alp Zilistock.

Wer jetzt mit Hunden unterwegs ist, sollte die Hochflue nördlich umgehen. Dazu einfach die Krete erklimmen und schon befindet man sich auf dem Wanderweg der zum Gätterlipass führt.

Für Trittsichere beginnt ab der Alp Zilistock der eigentliche Gipfelanstieg. Durch schütteren Wald geht es zu den Felsen der westlichen Südwand, die mit Hilfe von zahlreichen Eisenstiften, Tritte und Drahtseile in knapp 15 Minuten zum Gipfel führt. Der Abstieg ist dann der Hammer: Eine 25 Meter lange Eisenleiter führt durch einen Felskamin bis zum grünen Sockel der Hochflue. 

Den steilen Pfadspuren folgend gelangt man schliesslich zum Gasthaus Gätterli. Auf halber Strecke trifft man sich dann wieder mit den Hundehaltern. Nun steigen wir nach der Querung der Passstrasse hoch Richtung Kleine Scheidegg. Ein traumhaft schöner Weg der uns erst über Wiesen, dann durch Wälder und wieder über Wiesen führt. An Bauernhöfen vorbei bis man schliesslich den Rücken des Rotstocks erreicht, der eine Aussicht Richtung Goldau und Schwyz freigibt. Dann noch 30 Minuten bis zum Restaurant Burggeist und von da mit der Bahn hinunter zur Talstation Obergschwänd.

Was man mitnimmt, sind wunderschöne Eindrücke, tolle Erinnerungen und ein wenig Stolz auf das Geleistete.

Facts & Figures

Aussgangs- und Endpunkt: Talstation Obergeschwend 1006 M

Höhenmeter: 2‘000 Meter

Anforderungen: Im Gipfelbereich der Hochflue sind teils steile Bergwege. Nur für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer

Verpflegung: Restaurant Gätterlipass auf 1190 M und Restaurant Burggeist auf 1551 Meter