Der höchste Wasserfall des Aargaus

Ein Natur- und Kulturweg für Familien, Jogger, Verliebte , Rentner, Naturfreunde, Gelangweilte, Gestresste, Blumenliebhaber und Erbsenzähler. Also eigentlich für jeden

Linn ist ein verschlafenes Dörfchen welches am Südrand einer sanft gewellten, sich verengenden Hochebene am Übergang zwischen Tafeljura und Faltenjura liegt und sich rund eineinhalb Kilometer südlich des Bözbergpasses befindet. Im Westen fällt die Ebene sanft ins Sagenmülital ab, in welchem einer der Quellbäche der Sissle entspringt. An der östliche Gemeindegrenze geht die Hochebene abrupt in ein steiles und enges Tobel über, das sich in Richtung Osten bis nach Villnachern erstreckt. Im Süden liegt der 722 Meter hohe Linnerberg, der eine natürliche Grenze zum Aaretal bildet.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1306. Die Siedlung gehörte zu jener Zeit zur Herrschaft der Habsburger. Der Legende nach pflanzte Ende 1668 der letzte Linner die heute bekannte Linner Linde auf das Grab der durch die Pest dahingerafften Linner. Die Linde ist seither die Garantie dafür, dass die Pest nicht wieder ausbricht.

Von der Linde aus startet man zum Rundgang des Natur- und Kulturweges. Ein kurzer abwechslungsreicher Rundgang. Geeignet für Familien und für solche die mal wieder nicht wissen was tun. Die Landschaft kann auf diesen 4 Kilometern unterschiedlicher nicht sein. 24 Orchideenarten zählt man dort. Man durchschreitet Fichten- und Buchenwälder. Biotope mit spannenden kleinen Fröschen und Fischen in ehemaligen Steinbrüchen. Und plötzlich steht man vor dem höchsten Wasserfall im Kanton Aargau. Also hoch ist der zwar nicht wirklich, dafür ist er in einer umso schöneren Vegetationen eingebettet. Feuerstellen gibt es einige. Wenn als der Hunger plagt, gibt es genügend Stellen um die Seele baumeln zu lassen.